Luftschutzstollen Hochstraße / Rehlberg

Hochstraße, 49124 Georgsmarienhütte

Der ehemalige Luftschutzstollen an der Hochstraße in Georgsmarienhütte wurde während des zweiten Weltkriegs ins Gestein des Rehlbergs getrieben. Über den genauen Bauverlauf und die Beschaffenheit der Stollenanlage fehlen leider bisher schriftliche Quellen.

Bekannt ist, dass die Anlage damals über vier Zugänge verfügte, von denen heute noch mindestens zwei aufzufinden sind. Sie befinden sich zum Einen am heutigen Jugendzentrum Alte Wanne und zum Anderen am nördlichen Ende der Schützenstraße, ca. 200 Meter westlich der Alten Wanne. Ein dritter Zugang soll sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen HJ-Heims (Sportheim Rehlberg) befunden haben. Mündliche Quellen sprechen zudem von einem ehemaligen Zugang am Waldrestaurant Schützenhaus und am Nordostrand des großen Fußballplatzes, nahe des Sonnenpfads. Beides scheint aufgrund der Entfernungen jedoch abwegig.

Ausgehend von der Distanz der bekannten Eingänge könnte die Bunkeranlage aber auch so bereits über mindestens 200 Stollenmeter verfügt haben, sofern bis Kriegsende eine Verbindung beider Zugänge hergestellt werden konnte. Die würde einer regulären Aufnahmekapazität von etwa 800 Menschen entsprechen. Inwiefern die Anlage heute noch erhalten ist, ist bisher unklar. Der Eingang an der Schützenstraße wurde mit Beton verplombt und ob evtl. auch das Stollensystem selbst teilverfüllt wurde, ist unklar. Es muss jedoch noch eine Verbindung vom Eingang an der Alten Wanne zu einem weiteren Zugang existieren, da die Bewetterung der Anlage noch heute funktioniert.

Zuletzt bearbeitet am von Hauke Haubrock

Daten

Zusammenfassung

  • Bauherr
    Gemeinde Georgsmarienhütte (?)
  • Baubeginn
    1943 (?)
  • Anlage galt als relativ bombensicher
    ja
  • Anlage ist noch erhalten
    ja

Lokalisierung

Standort des Objekts

Anmerkungen zur Markierung:

Standort zeigt vermutetes Zentrum der Bunkeranlage

Anmerkungen zum Standort:

Die hier bereitgestellten Standortangaben dienen lediglich der Dokumentation.
Viele Objekte befinden sich auf Firmen- oder Privatgrundstücken und sollten ohne Rücksprache mit den entsprechenden Eigentümern weder betreten noch fotografiert werden.

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