Luftschutzstollen Wakhegge

Richthofenweg, 49088 Osnabrück

Luftaufnahme Osnabrück-Sonnenhügel, April 1945

Ein Ausschnitt einer US-Luftaufnahme von 1945 zeigt die Wohnsiedlung Wakhegge in Osnabrück. Die Bunkereingänge sind gut zu erkennen.

USAAF, unbekanntes Archiv, 1945

Der Luftschutzstollen an der Wakhegge war einer der ersten vier Stollenbunker im Stadtgebiet Osnabrück. Auftraggeber dieser Anlage war die Stadt Osnabrück, die ab Februar 1943 in Eigenverantwortung damit begann, Luftschutzstollen für die Bevölkerung anzulegen. Auf Fördermittel des Deutschen Reichs musste die Stadt hier zunächst verzichten, da offiziell noch keine Genehmigung zum Bau von Luftschutzstollen vorlag. Die Notwendigkeit dieser Anlagen, insbesondere aufgrund des Mangels an Eisen und Beton für oberirdische Bunker, veranlasste die Stadtväter jedoch dazu, auch ohne externe Gelder mit dem Bau der Stollen zu beginnen.

Geplant war an der Wakhegge eine Stollenanlage von 300 Metern Länge, welche nach Fertigstellung 1.200 Personen bequem hätte aufnehmen können. Bis Kriegsende hatte man gute 230 Meter fertiggestellt, zwei Eingänge waren bis dahin weitestgehend fertig geworden. Ein dritter Zugang war zu dieser Zeit noch im Bau. Er wurde vom Inneren des Stollens her in Richtung Oberfläche aufgefahren, wurde nach vorliegenden Informationen jedoch nicht mehr vollendet.

Heute sind die beiden fertiggestellten Eingangsbauwerke erhalten, einer klar ersichtlich in einem Hintergarten am Richthofenweg, der zweite ist nicht mehr als solcher zu erkennen, da er bis zur Oberkante mit Erdreich bedeckt wurde. Auf ihm stehen heute Parkbänke.

Weitere Informationen folgen.

Zuletzt bearbeitet am von Hauke Haubrock

Daten

Zusammenfassung

  • Gesamtlänge (offiz. Planzahl)
    300 Meter
  • Bauherr
    Stadt Osnabrück
  • Gesamtlänge (offiz. erreicht)
    230 Meter
  • Baubeginn
    1943
  • Aufnahmekapazität (errechnet)
    920 Personen
  • Inbetriebnahme
    1943
  • Aufnahmekapazität (offiz. Planzahl)
    1.200 Personen
  • Anmerkungen zum Zustand
    Rampe verfüllt, zweiter Zugang am Richthofenweg gangbar, oberirdische Spuren des dritten Zugangs beseitigt.
  • Anlage ist noch erhalten
    ja
  • Anlage galt als relativ bombensicher
    ja

Lokalisierung

Standort des Objekts

Anmerkungen zum Standort:

Die hier bereitgestellten Standortangaben dienen lediglich der Dokumentation.
Viele Objekte befinden sich auf Firmen- oder Privatgrundstücken und sollten ohne Rücksprache mit den entsprechenden Eigentümern weder betreten noch fotografiert werden.

Weiter zur Übersichtskarte

War dieser Artikel hilfreich?