20. Luftangriff auf Osnabrück

8 Verletzte und 6 Tote in Osnabrück durch amerikanischen Luftangriff mit 130 (132?) Sprengbomben am Vormittag des 11. Januar 1944. Es war für Osnabrück der erste Luftangriff des Jahres 1944. Der Anflug erfolgte in mehreren Wellen aus östlicher Richtung, nachdem 114 Maschinen eines größeren Verbands, welcher sich auf dem Weg in den Raum Oschersleben / Braunschweig befand, über dem Dümmer ausscherten und Osnabrück von Nordosten her anflogen. Beim Anflug auf die Stadt wurde mindestens eine Maschine durch deutsche Jagdflieger abgeschossen. Dazu findet sich auf http://www.8thafhs.com folgender Vermerk:

"#42-31076 - B-17G Group: 91BG / Squadron: 323BS (...) Enemy aircraft set wing on fire then ship exploded, crashed Schmede, near Dummer Lake, seven miles SW of Diepholz, Germany."

Gegen 10:51 Uhr wurde für Osnabrück Fliegeralarm gegeben und bereits 16 Minuten später erschienen die ersten Maschinen über dem Stadtgebiet. Durch die abgeworfenen Bomben wurden acht Wohnhäuser in Osnabrück zerstört, 62 weitere beschädigt. Der Sachschaden wurde auf 1.011.000 Reichsmark beziffert. Dass es "nur" zu sechs Todesfällen gekommen war, war schlicht der Tatsache geschuldet, dass die meisten Bomben auf unbebautem Gebiet entlang des Gretescher Wegs im heutigen Stadtteil Schinkel-Ost niedergingen. Das eigentliche Ziel des Bomberverbands war sehr wahrscheinlich der Rangierbahnhof.

Lokalisierung

Standort des Ereignisses

Hinweis zur Chronik

Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Informationen zu den Ereignissen in Osnabrück während des 2. Weltkriegs nur ein "Beiwerk" sind und nicht in dem Maße gepflegt werden, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Selbstverständlich versuchen wir hier eine gewisse Hintergrundbasis zu schaffen, aber wir können in diesem Umfang kein vollumfängliches Werk anbieten. Dafür fehlt es uns schlicht an Zeit und "Manpower".
Wer sich intensiver mit der Geschichte Osnabrücks beschäftigen möchte, dem empfehlen wir entsprechende Fachliteratur oder ein Besuch im Kulturhistorischen Museum. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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