38. Luftangriff auf Osnabrück

Amerikanischer Luftangriff mit B17-Bombern auf Anlagen der Reichsbahn und das Stahlwerk in Osnabrück. Der Angriff erfolgte trotz schweren Flakfeuers planmäßig aus einer Höhe von 7.600 bis 8.000 Metern. Eine B-17 und eine P-51 wurden von der Flak getroffen und gingen in Flammen auf, die Piloten konnten sich nicht mehr mit dem Fallschirm retten. Die Crew einer weiteren B-17 konnte das Flugzeug noch verlassen, bevor es - ebenfalls nach Flakbeschuss - abstürzte.

Der Angriff verletzte 97 Personen und forderte 78 Menschenleben in der Stadt. 12 Personen sterben durch einen Nahtreffer einer 450kg-Sprengbombe im Kellergeschoss des Ostbunkers. An der Meller Straße sterben drei Personen im privaten Deckungsgraben am Sängerheim / Hörnschemeyer. Am Stollen Kalkhügel schlug eine Sprengbombe oberhalb des östlichen Bunker-Eingangs ein und hinterließ einen großen Krater. Nur durch Glück durchschlug die Bombe nicht den darunter liegenden Stollen. Lediglich einige Steine lösten sich vom Boden und der Decke und verletzten einige Schutzsuchende leicht. Am Folgetag wurde der Bombenkrater mit einer Sonderzuteilung Beton aufgefüllt. In einem Tagebuch eines Navigators namens Wayne “Tex” Frye (Angehöriger der 323. US-Bombergruppe) wurde zu diesem Angriff notiert:

September 26, 1944Target, Osnabruck, Germany. Marshalling yards. Flight time, 6 hours, on oxygen 4 hours. This was an easy one, except for our wonderful lead navigator taking us over flak at the Holland coast, 10 miles south of course. Beaman picked a couple of pieces of flak out of the radio room. We really hit the target.

Lokalisierung

Standort des Ereignisses

Luftschutzanlagen

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Hinweis zur Chronik

Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Informationen zu den Ereignissen in Osnabrück während des 2. Weltkriegs nur ein "Beiwerk" sind und nicht in dem Maße gepflegt werden, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Selbstverständlich versuchen wir hier eine gewisse Hintergrundbasis zu schaffen, aber wir können in diesem Umfang kein vollumfängliches Werk anbieten. Dafür fehlt es uns schlicht an Zeit und "Manpower".
Wer sich intensiver mit der Geschichte Osnabrücks beschäftigen möchte, dem empfehlen wir entsprechende Fachliteratur oder ein Besuch im Kulturhistorischen Museum. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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