Über uns

Wer wir sind

Luftschutzstollen Feldstraße

Fotodokumentation des Stollenbunkers Feldstraße im Jahr 2010

Haubrock, 2010

Hinter dem Projekt "Osnabrücker Bunkerwelten" steht ein privater Zusammenschluss befreundeter Historiker aus Osnabrück. Den Kern des Projektteams bilden hierbei die Autoren Andreas O´Brien und Hauke Haubrock, die seit nun mehr als 10 Jahren gemeinsam an diesem Projekt arbeiten.

Wir sind damals ohne größeres Vorwissen und ohne klare Ziele zu diesem "Hobby" gekommen. Angefangen hatte alles mit dem Wälzen einiger weniger Bücher, in denen einige der Luftschutzanlagen in Osnabrück vermerkt waren. Der Tatsache, dass man an diesen Bunkern schon so oft vorbeigelaufen war ohne sie wirklich wahr genommen zu haben, war es dann zu verdanken, dass wir uns eines Tages aufmachten diese Objekte einmal aufzusuchen und zunächst für uns selbst abzulichten. Anfangs glich das Hobby daher eher einer Schnitzeljagd, bei der am Ende nur ein paar Fotos entstanden, die wir zunächst an einen befreundeten Historiker in Wilhelmshaven weitergaben, der bereits einige Objekte in Osnabrück zusammengetragen hatte. Doch durch diese Aktivität war bei uns schnell das Interesse geweckt mehr zu diesen Anlagen zu erfahren. Uns beschäftigten nun unzählige Fragen. Wer hat die Anlagen gebaut? Wann wurden sie gebaut? Was für Vorgaben gab es? Wer durfte hinein? Und wie sieht es heute hinter den verschlossenen Türen aus? Schnell reichten uns daher ein paar einfache Fotografien nicht mehr aus. Wir sammelten von dort an alles was wir zu den Bunkeranlagen in die Hände bekommen konnten, so dass über die ersten Monate bereits ein kleiner Fundus an Informationen zustande kam. Durch diverse Hinweise und unzählige "neu" entdeckte Objekte, die bis dahin in keiner bekannten Publikation Erwähnung fanden, kamen wir dann auf die Idee diese Daten tabellarisch zu erfassen, zunächst analog, später auch digital. Alsbald waren so viele Daten zusammengekommen, dass wir diese in Form einer ersten kleinen Website für die Allgemeinheit kostenfrei online stellten, auch in der Hoffnung, hierüber noch mehr Hinweise und Informationen zu erhalten, was letztlich auch eintraf.

Immer mehr nahmen wir uns in dieser Zeit auch des historischen Kontextes an, der für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema unumgänglich war, so dass auch die Website ständigen Änderungen und Neuerungen unterworfen war. Denn ein öffentlich einsehbares Projekt wie dieses, wie es in seiner heutigen Form existiert, benötigt ein möglichst seriöses Fundament, wenn man zum Einen in der Fachwelt halbwegs ernst genommen werden und zum Anderen auch seinen eigenen Ansprüchen genügen möchte. Immerhin ist der Bunkerbau in Osnabrück während des 2. Weltkriegs ganz entscheidend mit den Verbrechen des NS-Regimes und den entsprechenden Führungsstellen in Osnabrück verbunden, nicht zuletzt aufgrund des massenhaften Einsatzes von Kriegsgefangenen und Häftlingen im Bunkerbau.

Unser Ziel: Dokumentation

Erfassung und Dokumentation der Luftschutzanlagen

Zudem fiel uns auf, dass es bis heute keinen vollumfänglichen Index aller erbauten Luftschutzanlagen in Osnabrück gibt, geschweige denn es nähere Imformationen zu dem Umständen gibt, unter denen die einzelnen Bunker errichtet wurden. Auch wurden Werks- und Privatbunker bisweilen gar nicht registriert. Unterlagen gingen über die Jahre verloren und heute erinnert sich kaum noch jemand an diese Bauwerke. Die noch vorhandenen Informationen verteilen sich zudem auf verschiedenste Quellen, die kaum alle in Erinnerung bleiben können. Daher ist es eines unserer Anliegen einen möglichst umfassenden Index, also eine Gesamtübersicht aller erbauten Luftschutzanlagen in Osnabrück, zu erstellen, damit diese Informationen samt Quellenverweisen erfasst werden können und vorallem erhalten bleiben. Dass es uns vermutlicht nicht gelingen wird, alle Informationen zu erfassen, ist uns schon aufgrund der Vielzahl an bisher erfassten Anlagen (über 800, Stand 2019) selbst bewusst, doch wir möchten durch diese Arbeit zumindest einen Anfang machen.

Bunker-Führungen

Wissen vor Ort weitergeben

Durch die Ermöglichung den Luftschutzstollen am Kalkhügel im Jahr 2010 zu erforschen und die gesammelten Informationen zu publizieren, bekamen wir die Chance unsere bis dahin gewonnenen Erkenntnisse auch vor Ort interessierten Gruppen in Form von Bunkerführungen näherzubringen und Mitbürger für diese Thematik zu sensibilisieren. Unser mittelfristiges Ziel ist es daher neben einer möglichst umfassenden Dokumentation auf dieser Webseite auch das Angebot an Bunkerführungen aufrecht zu erhalten und wenn möglich sogar noch auszubauen, denn es liegt uns am Herzen die Informationen über diese düstere Phase in der Geschichte unserer Stadt für die nachfolgende Generation zu erhalten und vorallem erlebbar zu machen. Es in unseren Augen sehr wichtig, diesen Teilbereich der Osnabrücker Geschichte zu beleuchten, um einer Mythenbildung oder gar der Glorifizierung dieser Bauwerke in welcher Form auch immer entgegenzutreten. Die Führungen bieten dafür eine gute Basis, da es doch etwas anderes ist, einen Text auf einer Webseite zu lesen oder vor Ort in einem Bunker etwas zur Entstehung der Anlage und zu den Umständen, die zum Bau des Bunkers führten, zu erfahren.

Unser Buch

Der Luftschutzstollen am Kalkhügel

Der Luftschutzstollen am Kalkhügel

Buchcover: Der Luftschutzstollen am Kalkhügel

Haubrock, O´Brien, 2014

Der Luftschutzstollen am Kalkhügel
Ein ehemaliger Luftschutzbunker in Osnabrück

79 Luftangriffe ließen die Menschen in der Stadt Osnabrück während des 2. Weltkriegs nicht zur Ruhe kommen. Tausende Male mussten die Einwohner einen der unzähligen Schutzräume aufsuchen, um dort oftmals über Stunden in schlechter Luft, Feuchtigkeit und immer währender Furcht auf die Entwarnung zu warten. Stets in Angst und Sorge um Angehörige, das eigene Hab und Gut und sich selbst.
Der Mangel an bombensicherem Schutzraum verschärfte die Situation in der Stadt
stetig und so leitete man im Sommer 1943 eine der wohl ungewöhnlichsten Bauphasen Osnabrücks in die Wege. In Rekordzeit wurden unter Hochdruck tausende neue Schutzplätze errichtet. Über 40.000 davon konnten hierbei allein durch den Bau von sogenannten „Luftschutzstollen“ oder „Stollenbunkern“
geschaffen werden.
In diesem Buch wird die Geschichte einer dieser ehemaligen Bunkeranlagen vorgestellt.

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Presseberichte

Beiträge über unsere Arbeit

Geheimnis um Luftschutzstollen
Osnabrücker Nachrichten, 16.05.2010
Kein Online-Artikel verfügbar

Buch veröffentlicht: 32-Jähriger sucht nach Bunkern in Osnabrück
Neue Osnabrücker Zeitung, 10.08.2013
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/8417/32-jahriger-sucht-nach-bunkern-in-osnabruck+

Zeitreise auf den Westerberg: Osnabrücker Büdchen mit wechselvollem Standort
Neue Osnabrücker Zeitung, 27.08.2014
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/501416/osnabrucker-budchen-mit-wechselvollem-standort

Hinweis

Da wir familiär wie beruflich seit den letzten Jahren stärker gefordert sind und wir damit weniger Zeit in das Projekt investieren können als vielleicht manchmal gewünscht, sehen Sie es uns bitte nach, wenn wir keine festen Termine anbieten können oder Inhalte auf der Webseite nur unregelmäßig eingepflegt oder korrigiert werden.