Blog-Beiträge in der Rubrik "Bombensichere Bauten"

Weitestgehend bombensicher errichtete Luftschutzbauten

  1. von

    Ein Hochbunker am Osnabrücker Güterbahnhof?

    USAAF-Luftaufnahme zeigt ungewöhnliche "Plattform" am Ringlokschuppen

    Güterbahnhof Ringlokschuppen

    Existierte am Güterbahnhof noch ein weiterer Luftschutzbunker? Luftaufnahmen aus dem Jahr 1945 verleihen dieser Frage jetzt neuen Nachdruck, aber leider keine eindeutige Antwort.

    Auf den diesem Artikel beigefügten Bildausschnitten US-amerikanischer Luftaufnahmen ist ein in den Erdboden eingelassenes Bauwerk mit flacher Oberseite - allem Anschein nach eine Plattform aus Beton - zu erkennen, welches irgendwie nicht so recht ins Bild passen will. Es befindet oder befand sich zwischen der südlichen der beiden Drehscheiben des Ringlokschuppens und der Abfertigungshalle im Osnabrücker Güterbahnhof. Die Aussenmaße des Objekts betragen etwa 25x15 Meter.

    Zunächst könnte man es für ein Fundament des ehemaligen Ringlokschuppens halten, welcher ja im...

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  2. von

    Der letzte Luftangriff: Die Katastrophe vom Palmsonntag 1945

    Augenzeugin schrieb uns ihre Erlebnisse im Luftschutzstollen Brinkstraße nieder

    Trolley Mission über Osnabrück

    Es war eine der schlimmsten Katastrophen des Bombenkriegs in Osnabrück: Am Palmsonntag, dem 25. März 1945, flog die alliierte Luftwaffe einen schweren Angriff auf Osnabrück. Es war der 79. und zugleich letzte, der aus der Luft gegen die Hasestadt geführt wurde. Die westalliierten Bodentruppen hatten sich der Stadt zu diesem Zeitpunkt durch ihren keilförmigen Vorstoß über Wesel und Haltern bereits auf etwa 100 Kilometer genähert und es war nur eine Frage von Tagen, bis sie auch Osnabrück erreichen würden. Täglich, oftmals mehrfach am Tag, war jetzt Alarm. Zumeist aber flogen die Bomber weiter in Richtung Berlin oder Ruhrgebiet. Als am Sonntagmorgen gegen 8:30 Uhr die letzten noch betriebsbereiten Sirenen der Stadt erneut aufheulten, war die...

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  3. von

    Klöckner: Dritten Hochbunker nachgewiesen

    Klöckner-Werke bauten noch in den letzten Kriegsmonaten Bunker

    Luftaufnahme Klöckner Osnabrück 1945

    Manchmal braucht man einfach mal etwas Ruhe und Geduld beim Recherchieren und insbesondere beim Studieren alter Luftaufnahmen. Gestern Abend hatte ich nach der Onlinestellung der neuen Webseite endlich mal wieder diese Ruhe, mich einigen alten Fotos zu widmen.

    Ganz oben auf meiner gestrigen Agenda stand eine Luftaufnahme der USAAF aus dem Jahr 1945, auf welcher der westliche Bereich des Klöckner-Geländes zu erkennen ist. Durch dieses Foto hatten wir bereits mehrere Bunker in und um das Werk nachweisen können, die in keinem bisher bekannten Dokument Erwähnung fanden.

    Ursprünglich wollte ich die Aufnahme mit Bildern einer Flak-Stellung abgleichen, die sich auf dem Werksgelände befand, doch während der Betrachtung des Fotos entdeckte ich...

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  4. von

    Gertrudenberger Höhlen Osnabrück: Unterschriftenaktion gestartet

    Letzte Chance auf Rettung der Osnabrücker Höhlen?

    In den Gertrudenberger Höhlen

    Der Bund möchte die denkmalgeschützten Gertrudenberger Höhlen mit Zementschlämmen verfüllen und sie damit endgültig dicht machen. Entsprechende Mitteilungen waren in den vergangenen Wochen durch die Tageszeitungen gegangen. Die Begründung, die Höhlen wären akut einsturzgefährdet, erscheint jedoch nicht nur den Vorsitzenden des Vereins Gertudenberger Höhlen mehr als fadenscheinlich. Zwei der drei Grundstückseigentümer (Ameos, privat) haben dem Verfüllen bereits zugestimmt. Einzig die Stadt Osnabrück als dritter Teilhaber zögert (zum Glück) noch mit der Zustimmung.

    Um die Höhlen vor ihrer endgültigen Verfüllung zu bewahren und sie als Teil der Osnabrücker Kulturlandschaft zu erhalten, hat der Verein nun eine Unterschriftenaktion gestartet. ...

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  5. von

    Luftschutzstollen Schledehauser Weg - Wer besitzt nähere Informationen?

    Stollenbunker wurde 2010 verfüllt - kaum Informationen über Bauphase

    Ehemaliger Bunkereingang Stadtweg Lüstringen

    Der Luftschutzstollen am Schledehauser Weg ist seit der Verfüllung im Jahr 2010 endgültig Geschichte. Aufgrund akuter Einsturzgefahr musste der Bunker im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit Beton verfüllt und der erst in den 1980ern wieder freigeräumte Zugang abgerissen werden.

    Über den Bunker selbst liegen leider kaum Informationen vor. Überliefert ist nur, dass mit dem Bau des Stollens im Jahr 1943 begonnen worden sei und dass er über mindestens zwei Zugänge verfügt habe. Einer der Zugänge befand sich gut sichtbar im Erdhang am Nordrand des Sportplatzes (heute Neubaugebiet) zwischen Schledehauser Weg und Stadtweg. Das Stollensystem wird sich daher in Richtung heutiger Waldschule erstreckt haben, wo auch der zweite Zugang...

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  6. von

    Deckname "Zeolith": Geheimprojekt an der Düwelskerke

    Unterirdisches Hydrierwerk sollte Ende 1944 im Bocketal bei Tecklenburg entstehen

    Zugemauertes Portal Zeolith Bocketal

    Um die Entstehungsgeschichte des Geheimprojekts "Zeolith" besser zu verstehen, sollte zunächst ein Blick auf die Treibstoff-Situation in Deutschland vor 1939 geworfen werden. Schon vor Kriegsbeginn war die Kraftstoffversorgung im Deutschen Reich ein großes Problem. So lag Deutschlands Selbstversorgung im Frühjahr 1939 bei nur etwa 30 Prozent des Bedarfs. Der Großteil, die restlichen 70%, mussten teuer importiert oder anderweitig beschafft werden.

    Abhilfe sollte hier die IG Farben schaffen. Diese entwickelte schon zu Beginn der 30er Jahre ein Verfahren zur Benzinherstellung aus Kohle, an welcher in Deutschland kein Mangel herrschte. Durch diese neu entwickelte Hydrier-Methode gelang es aus 4,5 Tonnen Steinkohle etwa eine Tonne...

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  7. von

    Teuto-Metallwerke: Unterirdische Fertigung doch kein Gerücht?

    Munitionsfabrik sollte offenbar in großes Stollensystem verlagert werden

    Munition aus den Teuto-Metallwerken

    Viel ist seit dem Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück über das Areal am Limberg und die dort während der NS-Zeit ansässige Munitionsfabrik der Teuto-Metallwerke spekuliert worden. Gab es geheime unterirdische Fertigungshallen? Angefangen hatte es mit einem Eintrag im Altlastenkatalog des Landes Niedersachsen unter dem Stichpunkt "Munitionsfabrik im Limberg", welcher aufhorchen ließ. Weitere Aufmerksamkeit erhielt dieses Thema danach durch eine Artikelserie der Osnabrücker Nachrichten 2009, bis schließlich die akribische Aufarbeitung durch die Autoren Eitelberg und Preuß von der Universität Mainz viele Einzelheiten über das Areal am Limberg an die Öffentlichkeit brachte. Eine unterirdische Produktionsstätte der Teuto-Metallwerke...

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