Blog-Beiträge in der Rubrik "Militärische Anlagen"

Militärische Luftschutzanlagen & Objekte aus dem 2. Weltkrieg

  1. von

    Zeitzeugen erzählen: Flakhelfer Harry Rohlfs

    Ehemaliger Luftwaffenhelfer über seinen Dienst bei der Flak in Osnabrück

    Flakhelfer Rohlfs

    Harry Rohlfs, Jahrgang 1926, war vom 5.1.1944 bis März 1945 Luftwaffenhelfer in Osnabrück. Während seiner Dienstzeit wechselte seine Abteilung mehrfach den Einsatzort; ausgebildet in der Flak-Stellung Wellmann auf dem Schinkelberg, musste er unter Anderem auch auf dem Kalkhügel und dem Sonnenhügel seinen Dienst an den Ortungsgeräten und schweren 8,8cm-Geschützen leisten. Er erlebte und überlebte diverse Luftangriffe auf Osnabrück und musste auch bei Lösch- und Instandsetzungsarbeiten in der Stadt mit anpacken.

    Rohlfs konnte uns bereits in der Vergangenheit viele wichtige Informationen und Bildmaterial zur Verfügung stellen und ist nach wie vor ein sehr wichtiger Ansprechpartner und glaubwürdiger Zeitzeuge. Einen der Berichte, die er uns im...

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  2. von

    Die Flak in Osnabrück - Teil 4: Dem Ende entgegen

    Die Flakgruppe Osnabrück von September 1944 bis Kriegsende

    Blick auf brennende Innenstadt, 13. September 1944

    (Fortsetzung von Teil 3) Der Spätsommer des Jahres 1944 war erneut von diversen Umstrukturierungen innerhalb der Flakgruppe geprägt. So wurden im September des Jahres 1944 vier der in Osnabrück aufgestellten Heimat-Flak-Batterien den militärischen Stäben der Flak-Abteilungen 743 und 876 unterstellt. In diesem Monat sind in Osnabrück zudem nur noch drei Flak-Abteilungen vermerkt. Diese stellten sich wie folgt zusammen:

    schwere Flak-Abteilung 273 - Stab mit 6 Batterien (3.-8. Batterie) leichte Flak-Abteilung 743 - Stab mit 12 Batterien (1.-5. Batterie, Heimat-Flak-Batterien 39./XI, 80./XI, Alarm-Flak-Batterien 46./XI, 52./XI, 4. Batterie der Abteilung 762, 5. Batterie der Abteilung 844, 3. Batterie der Abteilung 871) leichte...

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  3. von

    Die Flak in Osnabrück - Teil 3: Zivilisten an der "Heimat-Flak"

    Das letzte Mittel: Schaffung von Alarm-Flak- und Heimat-Flak-Batterien in Osnabrück

    Acht Acht in Feuerstellung

    (Fortsetzung von Teil 2) Aufgrund des sich weiter zuspitzenden Personalmangels bei der Luftwaffe und den seit Dezember 1943 wieder massiv einsetzenden Luftangriffe gegen Osnabrück war man im April 1944 dazu übergegangen sogenannte Alarm-Flak-Batterien aus Freiwilligen aufzustellen. Eine entsprechende Genehmigung lag hierfür bereits seit 1942 vor. Diese Einheiten formierten sich weitestgehend aus freiwilligem, jedoch militärisch ungelerntem Zivilpersonal der örtlichen Betriebe und Schülern bis zum Jahrgang 1928. Als Flakhelfer dienten alsbald auch ausländische "Hiwis" (Hilfswillige), zumeist russische Kriegsgefangene, die vorwiegend als Ladekanoniere eingesetzt wurden. Die Freiwilligen-Batterien befanden sich in der Regel in unmittelbarer...

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  4. von

    Die Flak in Osnabrück - Teil 2: Aufbau der Flakgruppe Osnabrück

    Die Flugabwehr in Osnabrück von 1942 bis Ende 1943

    8,8cm Flak auf dem Westerberg

    (Fortsetzung von Teil 1) Im Juli 1942 übernahm die Reserve-Flak-Abteilung 644 mit vormals fünf Batterien die Aufgaben im Regierungsbezirk Osnabrück und löste damit die Flak-Abteilung 766 ab. Noch im selben Monat wurde die Reserve-Abteilung 644 in "schwere Flak-Abteilung 644" umbenannt und war fortan mit drei schweren Batterien für den Schutz der Stadt abgestellt. Als Ergänzung wurden im August fünf Batterien der leichten Flak-Abteilung 743 nach Osnabrück verlegt, welche dort auch weitestgehend bis Dezember 1944 verblieben.

    Die zwei leichten Batterien 4 und 5 der 644. wurden als erste und zweite Batterie der Abteilung 739 (Köln) im September 1942 an die ukrainische Halbinsel Krim verlegt. Doch auch die verbliebenen Einheiten der Abteilung...

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  5. von

    Die Flak in Osnabrück - Teil 1: Die Anfänge 1939 bis 1941

    Die Flugabwehr in Osnabrück von 1939 bis zur Gründung der Flakgruppe Weser-Ems

    Flak Westerberg

    Ich habe mich in den letzten Tagen einmal an der chronologischen Aufarbeitung der in Osnabrück zum Einsatz gekommenen Flak-Abteilungen in den Jahren 1939 bis 1945 versucht. Die nachfolgenden Informationen basieren auf diversen Literatur- und Internetquellen, wobei www.ww2.dk und www.lexikon-der-wehrmacht.de besonders hervorzuheben sind. Der folgende Bericht könnte leider aufgrund der sich aufgetanen Komplexität des Themas ggf. fehlerhaft oder unvollständig sein.

    Einleitend zunächst einmal ein Blick auf die Zuständigkeiten bei der Luftverteidigung für den Regierungsbezirk Osnabrück vor Kriegsausbruch. Diese oblag 1937 zunächst dem Luftgau-Kommando VI (Münster), welches neben der Provinz Westfalen auch die Flugabwehr in den...

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