Blog-Beiträge in der Rubrik "Rüstungsindustrie"

Sammelthema Rüstungsindustrie im Raum Osnabrück

  1. von

    Rüstungsbetrieb Klöckner produzierte auch für den Luftschutz

    Klöckner-Werke Osnabrück lieferte Bauteile für Schutzräume und Luftschutzzellen

    Produkt-Handbuch Köckner-Werke Osnabrück

    Kaum ein Unternehmen in Osnabrück hatte durch den Bombenkrieg so immense Schäden zu verzeichnen wie das Werk Osnabrück der Klöckner-Werke AG. Als kriegswichtiger Rüstungsbetrieb, gelegen in unmittelbarer Nähe des markanten Eisenbahnkreuzes und des Güterbahnhofs, war das Stahlwerk schon sehr früh Hauptziel alliierter Luftangriffe gegen die Hasestadt. Dies zeigte sich bereits mit Beginn der Luftangriffe auf Osnabrück am 23. Juni und 3. Juli 1940, bei denen die ersten vier Osnabrücker Bombenopfer zu beklagen waren, es waren allesamt Mitarbeiter der Klöckner-Werke Osnabrück.

    Zur dieser frühen Phase des Krieges im Sommer 1940 war die Stadt Osnabrück auf Angriffe aus der Luft nur unzureichend vorbereitet. Auch wenn es sich zu Beginn der...

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  2. von

    Klöckner: Dritten Hochbunker nachgewiesen

    Klöckner-Werke bauten noch in den letzten Kriegsmonaten Bunker

    Luftaufnahme Klöckner Osnabrück 1945

    Manchmal braucht man einfach mal etwas Ruhe und Geduld beim Recherchieren und insbesondere beim Studieren alter Luftaufnahmen. Gestern Abend hatte ich nach der Onlinestellung der neuen Webseite endlich mal wieder diese Ruhe, mich einigen alten Fotos zu widmen.

    Ganz oben auf meiner gestrigen Agenda stand eine Luftaufnahme der USAAF aus dem Jahr 1945, auf welcher der westliche Bereich des Klöckner-Geländes zu erkennen ist. Durch dieses Foto hatten wir bereits mehrere Bunker in und um das Werk nachweisen können, die in keinem bisher bekannten Dokument Erwähnung fanden.

    Ursprünglich wollte ich die Aufnahme mit Bildern einer Flak-Stellung abgleichen, die sich auf dem Werksgelände befand, doch während der Betrachtung des Fotos entdeckte ich...

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  3. von

    Deckname "Zeolith": Geheimprojekt an der Düwelskerke

    Unterirdisches Hydrierwerk sollte Ende 1944 im Bocketal bei Tecklenburg entstehen

    Zugemauertes Portal Zeolith Bocketal

    Um die Entstehungsgeschichte des Geheimprojekts "Zeolith" besser zu verstehen, sollte zunächst ein Blick auf die Treibstoff-Situation in Deutschland vor 1939 geworfen werden. Schon vor Kriegsbeginn war die Kraftstoffversorgung im Deutschen Reich ein großes Problem. So lag Deutschlands Selbstversorgung im Frühjahr 1939 bei nur etwa 30 Prozent des Bedarfs. Der Großteil, die restlichen 70%, mussten teuer importiert oder anderweitig beschafft werden.

    Abhilfe sollte hier die IG Farben schaffen. Diese entwickelte schon zu Beginn der 30er Jahre ein Verfahren zur Benzinherstellung aus Kohle, an welcher in Deutschland kein Mangel herrschte. Durch diese neu entwickelte Hydrier-Methode gelang es aus 4,5 Tonnen Steinkohle etwa eine Tonne...

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  4. von

    Teuto-Metallwerke: Unterirdische Fertigung doch kein Gerücht?

    Munitionsfabrik sollte offenbar in großes Stollensystem verlagert werden

    Munition aus den Teuto-Metallwerken

    Viel ist seit dem Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück über das Areal am Limberg und die dort während der NS-Zeit ansässige Munitionsfabrik der Teuto-Metallwerke spekuliert worden. Gab es geheime unterirdische Fertigungshallen? Angefangen hatte es mit einem Eintrag im Altlastenkatalog des Landes Niedersachsen unter dem Stichpunkt "Munitionsfabrik im Limberg", welcher aufhorchen ließ. Weitere Aufmerksamkeit erhielt dieses Thema danach durch eine Artikelserie der Osnabrücker Nachrichten 2009, bis schließlich die akribische Aufarbeitung durch die Autoren Eitelberg und Preuß von der Universität Mainz viele Einzelheiten über das Areal am Limberg an die Öffentlichkeit brachte. Eine unterirdische Produktionsstätte der Teuto-Metallwerke...

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