Blog-Beiträge in der Rubrik "Schwere Luftangriffe"

Schwere Luftangriffe auf Osnabrück und Umgebung

  1. von

    Vortrag: Die 5. SS-Eisenbahnbaubrigade in Osnabrück

    Autor Karl Kassenbrock berichtet über das Osnabrücker "KZ auf Schienen"

    Trolley Mission 1945 über Osnabrück

    Geschichts-Interessierte sollten sich den 7. Mai 2017 (Sonntag) schon einmal im Kalender markieren, denn an diesem Tag wird es in der Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen-Ohrbeck einen sehr interessanten Vortrag über die 5. SS-Eisenbahnbaubrigade geben, welche zwischen Oktober 1944 und April 1945 in der Hasestadt "beheimatet" war. Unter der Themenreihe "Erinnern – Jenseits von Ritual und Schlussstrich" nimmt Sie Autor Karl Kassenbrock mit auf eine Reise in eine der dunkelsten Episoden der Osnabrücker Geschichte, welche bis heute kaum dokumentiert wurde und daher bisher nur wenig Beachtung fand.

    Unter der Bezeichnung "Eisenbahnbaubgrigade" waren gegen Ende des 2. Weltkriegs mehrere schnell verlegbare "Konzentrationslager auf Schienen"...

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  2. von

    Der letzte Luftangriff: Die Katastrophe vom Palmsonntag 1945

    Augenzeugin schrieb uns ihre Erlebnisse im Luftschutzstollen Brinkstraße nieder

    Trolley Mission über Osnabrück

    Es war eine der schlimmsten Katastrophen des Bombenkriegs in Osnabrück: Am Palmsonntag, dem 25. März 1945, flog die alliierte Luftwaffe einen schweren Angriff auf Osnabrück. Es war der 79. und zugleich letzte, der aus der Luft gegen die Hasestadt geführt wurde. Die westalliierten Bodentruppen hatten sich der Stadt zu diesem Zeitpunkt durch ihren keilförmigen Vorstoß über Wesel und Haltern bereits auf etwa 100 Kilometer genähert und es war nur eine Frage von Tagen, bis sie auch Osnabrück erreichen würden. Täglich, oftmals mehrfach am Tag, war jetzt Alarm. Zumeist aber flogen die Bomber weiter in Richtung Berlin oder Ruhrgebiet. Als am Sonntagmorgen gegen 8:30 Uhr die letzten noch betriebsbereiten Sirenen der Stadt erneut aufheulten, war die...

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  3. von

    Augenzeuge der Bunker-Katastrophe am Brunnenweg gesucht!

    Tochter des Überlebenden Alfred Rose sucht seinen damaligen Schicksalsgenossen

    Alfred Rose

    Mit einer bewegenden Geschichte wandte sich vor einigen Tagen die Tochter eines Überlebenden der Bunkerkatastrophe am Brunnenweg an uns, mit der Bitte sie bei der Suche nach einem weiteren Überlebenden zu unterstützen. Immer wieder berichtete Ihr Vater Alfred Rose zu Lebzeiten von den Ereignissen an diesem Tag, den er nur durch ungeheures Glück überlebte.

    Als am Nachmittag des 13. Mai 1944 in einem Deckungsgraben am damaligen Brunnenweg - heute Carl-Legien-Straße - 101 Menschen durch den Volltreffer einer Fliegerbombe ums Leben kamen, befanden sich Alfred Rose gemeinsam mit einem kleinen Jungen an einer der Gasschleusen des Schutzbaus. Eine glückliche Fügung, denn der verwinkelte Eingangsbereich ausserhalb des Deckungsgrabens rettete ihnen...

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  4. von

    Zeitzeugen erzählen: Flakhelfer Harry Rohlfs

    Ehemaliger Luftwaffenhelfer über seinen Dienst bei der Flak in Osnabrück

    Flakhelfer Rohlfs

    Harry Rohlfs, Jahrgang 1926, war vom 5.1.1944 bis März 1945 Luftwaffenhelfer in Osnabrück. Während seiner Dienstzeit wechselte seine Abteilung mehrfach den Einsatzort; ausgebildet in der Flak-Stellung Wellmann auf dem Schinkelberg, musste er unter Anderem auch auf dem Kalkhügel und dem Sonnenhügel seinen Dienst an den Ortungsgeräten und schweren 8,8cm-Geschützen leisten. Er erlebte und überlebte diverse Luftangriffe auf Osnabrück und musste auch bei Lösch- und Instandsetzungsarbeiten in der Stadt mit anpacken.

    Rohlfs konnte uns bereits in der Vergangenheit viele wichtige Informationen und Bildmaterial zur Verfügung stellen und ist nach wie vor ein sehr wichtiger Ansprechpartner und glaubwürdiger Zeitzeuge. Einen der Berichte, die er uns im...

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  5. von

    "Nur 14 Minuten" - Ausstellung zum Luftangriff des 13. September 1944

    Sonderausstellung zum Jahrestag des 35. Luftangriffs auf Osnabrück im Rathaus

    Am morgigen Samstag, dem 13. September, jährt sich zum 70. Mal eines der schlimmsten Ereignisse der Osnabrücker Stadtgeschichte. An diesem verhängnisvollen Mittwoch im Jahr 1944 griffen am frühen Abend 300 britische Bomber die Stadt Osnabrück an und zerstörten große Teile der historischen Altstadt und des Bahnhofsviertels. Der Angriff forderte 145 Menschenleben und veränderte das Antlitz der Stadt binnen 14 Minuten für immer.

    Zu diesem Anlass zeigt die Stadt Osnabrück ab morgen im 2. Obergeschoss des altehrwürdigen Rathauses eine Sonderausstellung zu den Ereignissen vor 70 Jahren. Unter dem Titel "Nur 14 Minuten" können Besucher "einen intensiven Einblick" in die Geschehnisse dieser Tage erlangen.

    Die Ausstellung kann während der...

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  6. von

    Die Flak in Osnabrück - Teil 4: Dem Ende entgegen

    Die Flakgruppe Osnabrück von September 1944 bis Kriegsende

    Blick auf brennende Innenstadt, 13. September 1944

    (Fortsetzung von Teil 3) Der Spätsommer des Jahres 1944 war erneut von diversen Umstrukturierungen innerhalb der Flakgruppe geprägt. So wurden im September des Jahres 1944 vier der in Osnabrück aufgestellten Heimat-Flak-Batterien den militärischen Stäben der Flak-Abteilungen 743 und 876 unterstellt. In diesem Monat sind in Osnabrück zudem nur noch drei Flak-Abteilungen vermerkt. Diese stellten sich wie folgt zusammen:

    schwere Flak-Abteilung 273 - Stab mit 6 Batterien (3.-8. Batterie) leichte Flak-Abteilung 743 - Stab mit 12 Batterien (1.-5. Batterie, Heimat-Flak-Batterien 39./XI, 80./XI, Alarm-Flak-Batterien 46./XI, 52./XI, 4. Batterie der Abteilung 762, 5. Batterie der Abteilung 844, 3. Batterie der Abteilung 871) leichte...

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