Über das Projekt

Über das Projekt

Osnabrücker Bunkerwelten

Das Projekt "Osnabrücker Bunkerwelten" startete im Jahr 2005 unter dem damaligen Namen "Untergrund Osnabrück". Die Anfänge waren mehr als holprig und mangels Erfahrung und Fachkenntnis ein eher unausgereiftes Unterfangen ohne langfristiges Ziel. Trotz allem legten ein alter Freund ich in dieser Zeit den Grundstein für den heutigen Sachstand, den ich heute auf dieser Website allen Interessierten kostenlos zur Verfügung stelle (an dieser Stelle beste Grüße an Stefan).

Wie bereits erwähnt bin ich damals ohne größeres Vorwissen zu diesem "Hobby" gekommen. Angefangen hatte alles mit dem Wälzen einiger weniger Bücher, in denen einige Luftschutzanlagen in Osnabrück vermerkt waren. Der Tatsache, dass man an diesen Bunkern schon so oft vorbeigelaufen war ohne sie wirklich wahr genommen zu haben und meiner angeborenen Neugierde war es dann zu verdanken, dass wir uns eines Tages aufmachten erste Objekte aufzusuchen und zunächst für uns selbst abzulichten. Zu Beginn glich das Hobby daher eher einer Schnitzeljagd, bei der am Ende nur einige Fotos entstanden, die ich zunächst nur an einen befreundeten Historiker in Wilhelmshaven weitergab, der bereits einige Objekte in Osnabrück zusammengetragen hatte. Doch durch diese anhaltenden Aktivitäten war bei mir schnell das Interesse geweckt, wesentlich mehr zu diesen Anlagen zu erfahren, denn es kamen immer mehr Fragen als Antworten auf: 

  • Was ist dran an den vielen Gerüchten über Tunnel und Gänge unter Osnabrück?
  • Wer hat die Anlagen wann und warum geplant und die Bauarbeiten geleitet?
  • Wie entwickelte sich der Bunkerbau bis 1945? Welche Veränderungen gab es?
  • Woher stammten die Arbeitskräfte und Resourcen?
  • Wer durfte hinein und wie war der Aufenthalt in den Bunkern geregelt?
  • Inwieweit bestimmten die Bunker das Leben der Menschen in Osnabrück?
  • Warum wurden so viele Anlagen gebaut?
  • Was ist heute noch erhalten und wie sieht es heute hinter den meist verschlossenen Türen aus?
  • uvm.

Ein paar Fotografien reichten längst nicht mehr aus um diese Fragen zufriedenstellend zu beantworten. Zumal der Kontext, in dem diese Bunkeranlagen entstanden, eine genauere Betrachtung und Auseinandersetzung mit der Thematik notwendig machte, insbesondere aufgrund des massierten Einsatzes von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen beim Bunkerbau.

Ich sammelte und las von dort an alles was ich zu den Bunkeranlagen in die Hände bekommen konnte, so dass nach und nach ein kleiner Fundus an Informationen zustande kam, den es nun galt aufzuarbeiten und den entsprechenden Objekt-Datenblättern zuzuführen, die ich zunächst noch in analoger Form erfasste. Durch diverse Hinweise von Freunden und Bekannten sowie unzählige "neu" entdeckte Objekte, die bis dahin in keiner bekannten Publikation Erwähnung fanden, folgte alsbald die Abkehr von der analogen Datenhaltung. Aufgrund meiner Arbeit aus Fachinformatiker war es eine logische Konsequenz, dass die Informationen zukünftig digital erfasst werden sollten. So entstand die erste kleinere Website, auf der zunächst nur ungefilterte Informationen zur Verfügung gestellt wurden.

Diese erste Website, wenngleich sie noch sehr unausgereift war, sollte sich aber als wahrer Glücksgriff herausstellen. Das allgemeine Interesse an der Thematik war größer als gedacht, so dass ich über die Kontaktmöglichkeiten auf der Seite beständigen Zulauf an neuen Hinweisen, Informationen und Quellen, aber auch an Verbesserungsvorschlägen bekam. Alsbald entstand so auch Kontakt zu Andreas O´Brien, der in den nächsten Jahren gemeinsam mit mir das Projekt betreute und auf breitere Füße stellte. Die eintretende Professionalisierung unserer Forschungsarbeit erforderte auch eine ständige Weiterentwicklung der Website, um den ständig wachsenden eigenen Ansprüchen zu genügen. So folgten seit 2007 ständige Erweiterungen zur Verbesserung der Transparenz in Hinblick auf Quellen- und Urheberangaben oder der Ausbau neuer Rubriken, wie etwa der Chronik, um den Bunkerbau in Osnabrück besser in den zeitlichen Kontext zu bringen. Auch die Datenblätter wurden immer umfangreicher und durch diverse Querverweise besser miteinander vernetzt. Mittlerweile ist dies die vierte Neuauflage der Website und soweit ausgereift, dass sie die Arbeit sehr vereinfacht und wohl auch durch die unzähligen inhaltlichen Querverweise und Unmengen an Bildmaterial wachsenden Zuspruch erhält.

Doch auch abseits des Internets konnten wir in den vergangenen Jahren große Fortschritte machen, die nicht zuletzt durch unser Buch "Der Luftschutzstollen am Kalkhügel" auch zu greifbaren Ergebnissen führten. Die Erlaubnis des heutigen Eigentümers, nicht nur die genannte Bunkeranlage zu dokumentieren, sondern dort auch kleinere private Führungen anzubieten, war ein weiterer Meilenstein des Projekts, der uns nach diversen Rückschlägen und Hindernissen wieder Antrieb gab, das Projekt weiterzuführen.

Aus privaten Gründen ist Andreas im Jahr 2020 vorläufig aus dem Projekt ausgestiegen, so dass ich das Projekt derzeit alleine weiterführe und hoffentlich auch weiterhin neue Informationen und Wissenswertes zu den Bunkeranlagen in Osnabrück mit euch teilen kann.

Sollte euch das Projekt interessieren oder solltet ihr weitere Fragen haben, nehmt gerne Kontakt zu mir auf.

Publikation: Der Luftschutzstollen am Kalkhügel

Ein ehemaliger Luftschutzbunker in Osnabrück

Wenn Ihr meine Arbeit unterstützen wollt oder allgemein Interesse an den Osnabrücker Bunkeranlagen habt, würde ich mich freuen, wenn Ihr mich durch den Kauf unseres Buches "Der Luftschutzstollen am Kalkhügel" unterstützen würdet! Das Buch ist in vielen Buchhandlungen und in diversen Onlineshops erhältlich.

79 Luftangriffe ließen die Menschen in der Stadt Osnabrück während des 2. Weltkriegs nicht zur Ruhe kommen. Tausende Male mussten die Einwohner einen der unzähligen Schutzräume aufsuchen, um dort oftmals über Stunden in schlechter Luft, Feuchtigkeit und immer währender Furcht auf die Entwarnung zu warten. Stets in Angst und Sorge um Angehörige, das eigene Hab und Gut und sich selbst.
Der Mangel an bombensicherem Schutzraum verschärfte die Situation in der Stadt stetig und so leitete man im Sommer 1943 eine der wohl ungewöhnlichsten Bauphasen Osnabrücks in die Wege. In Rekordzeit wurden unter Hochdruck tausende neue Schutzplätze errichtet. Über 40.000 davon konnten hierbei allein durch den Bau von sogenannten „Luftschutzstollen“ oder „Stollenbunkern“
geschaffen werden. In diesem Buch wird die Geschichte einer dieser ehemaligen Bunkeranlagen vorgestellt.

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Beiträge

Veröffentlichungen als Autor oder Co-Autor

  • 2010: Der Luftschutzstollen am Kalkhügel - Ein ehemaliger Luftschutzbunker in Osnabrück (Autor)
  • 2015: Osnabrücker Wissen - Dreiteiler zum Thema "Osnabrücks Unterwelt" (Autor)
  • 2020: Das Katharinenviertel: Vom Gartenland zum Wohnquartier (Co-Autor)
  • 2021: Famos-Festival 2021: Erstellung Infotafel zum Hochbunker am Osnabrücker Hauptbahnhof (Autor)

Presseberichte

Erwähnungen in der Presse