Hochbunker Stahlwerksweg / Bielefelder Straße

Stahlwerksweg, 49084 Osnabrück

Der Bunker an der verlängerten Bielefelder Straße war - mit Ausnahme einiger rundwandiger Kleinhochbunker - der letzte in Osnabrück errichtete Hochbunker. Baubeginn war hier im Winter 1943. Bereits im Juli 1944 war das erste der vier Geschosse fertiggestellt und man rechnete schon bald mit den ersten Schutzsuchenden.

Man hatte beim Bau des Bunkers Erfahrungen aus anderen Hochbunkern berücksichtigt, so waren die vier Treppenhäuser aus Sicherheitsgründen separat voneinander angelegt worden und jedes verfügte über eine eigene Gasschleuse im Erdgeschoss. Von den offiziell 1.056 Plätze waren allerdings nur 10% als Sitzplätze, die restlichen 90% als Liegeplätze vorgesehen. Auch dies resultierte aus den Erfahrungen der immer länger werdenden Bunkeraufenthalte. Da insbesondere Kinder unter den langen Aufenthalten litten, war die Raumaufteilung im Bunker so konzipiert worden, dass Familien möglichst zusammen bleiben konnten.

Der Bunker selbst besaß eine Länge von 38,10m bei einer Breite von 16,30m und einer Gesamthöhe von 12,55m und soll noch vor Kriegsende fertiggestellt worden sein. Genauere Informationen aus den letzten Kriegsmonaten liegen hierfür bisher leider nicht vor.

Heute ist der Bunker kaum mehr zu erkennen. Er wurde überbaut, ein Börogebäude angesetzt und angeblich vollständig entkernt. Das Bauwerk wird heute gewerblich genutzt.

 

Zuletzt bearbeitet am von Hauke Haubrock

Daten

Zusammenfassung

  • Bauherr
    Stadt Osnabrück
  • Anzahl Stockwerke
    4
  • Heutige Nutzung
    Lager
  • Aufnahmekapazität (offiz. Angaben)
    1.056 Personen
  • Außenmaß - Breite
    16,50 Meter
  • Außenmaß - Höhe
    12,55 Meter
  • Außenmaß - Länge
    38,00 Meter
  • Deckenstärke
    3,00 Meter
  • Baubeginn
    Winter 1943
  • Inbetriebnahme
    1944
  • Anlage galt als relativ bombensicher
    ja
  • Anlage ist noch erhalten
    ja

Lokalisierung

Standort des Objekts

Anmerkungen zum Standort:

Die hier bereitgestellten Standortangaben dienen lediglich der Dokumentation.
Viele Objekte befinden sich auf Firmen- oder Privatgrundstücken und sollten ohne Rücksprache mit den entsprechenden Eigentümern weder betreten noch fotografiert werden.

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