Luftschutzstollen Quellenburg

Sutthauser Straße, 49080 Osnabrück

Bauarbeiter an der Quellenburg

Bauarbeiter bei Ausschachtungsarbeiten für den Stollenbunker an der Quellenburg. Im Hintergrund sind (von rechts nach links) die Häuser Sutthauser Straße 218 - 224.

Hartmann, 1943

Die Stollenanlage an der Quellenburg war eine der kleinsten LS-Stollenbunker im Stadtgebiet Osnabrück. Mit nur etwa 68 Metern Länge wurde die neu zu schaffende Anlage im Jahr 1943 vom Bauamt der Stadt Osnabrück projektiert und in Auftrag gegeben. Die öffentliche Luftschutzanlage besaß einen Hauptzugang an der Sutthauser Straße sowie einen Notausstieg am Ende des 2,20m breiten Tunnels auf Höhe der Straße Schürmannskamp.

Das Eingangsbauwerk wurde damals so angelegt, dass Schutzsuchende nach dem Passieren des Eingangs zunächst mehrfach im "Zickzack" geführt wurden, bevor sie den schützenden Stollen erreichten. Das sollte das Eindringen von Druckwellen und Splittern verhindern.

Gegenüber vielen vergleichbaren Stollenbunkern soll an der Quellenburg der Eingang im Verhältnis zur Bedeutung der Anlage relativ stark gesichert gewesen sein, für eine Luftschutzanlage mit einem Fassungsvermögen von nur 300 Personen also eher ungewöhnlich. Doch da der Luftschutzbunker nur aus einem geradlinigen Tunnel bestand, an dessen Enden sich Hauptzugang und Notausstieg befanden, war der Schutz der Eingänge hier besonders wichtig. Beim Bau der Anlage wurde jedoch darauf verzichtet, den Stollen möglichst tief unter die Erde zu legen. Die Überdeckung war daher geringer als bei vergleichbaren Objekten in der Stadt. Auf diese Weise konnte der Arbeitsaufwand jedoch enorm reduziert werden, da man das herausgebrochene Gesteinsmaterial ebenerdig aus dem Stollen abtransportieren konnte.

Nach dem Krieg wurden zunächst die Eingänge im Auftrag der britischen Militärverwaltung zerstört, der Stollen später komplett verfüllt. So lässt sich die Anlage heute kaum mehr erkennen. Über dem Haupteingang befindet sich heute ein Transformatorenhäuschen, neben den Eingang selbst wurde eine Garage angebaut. Am Standort des Notausstiegs hingegen lässt sich der Zugang aufgrund vieler herumliegender Trümmer noch erahnen.

Zuletzt bearbeitet am von Hauke Haubrock

Daten

Zusammenfassung

  • Bauherr
    Stadt Osnabrück
  • Baubeginn
    1943
  • Gesamtlänge (offiz. erreicht)
    68 Meter
  • Aufnahmekapazität (offiz. Angaben)
    300 Personen

Lokalisierung

Standort des Objekts


Anmerkungen zum Standort: Die hier bereitgestellten Standortangaben dienen lediglich der Dokumentation.
Viele Objekte befinden sich auf Firmen- oder Privatgrundstücken und sollten ohne Rücksprache mit den entsprechenden Eigentümern weder betreten noch fotografiert werden.

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Informationsquellen

Dokumente, Nachweise, Sekundärquellen und Weblinks

Nachweisung über LS.Bunker, LS.Stollen und Oeffentl. Luftschutzräume im Stadtgebiet Osnabrück, 09. November 1945
Verfasser / Urheber:
unbekannt
Datum:
09. November 1945
Anmerkungen:
Abschrift, 5 Seiten, datiert auf den 9.11.1945, Verfasser unbekannt (Möllmann?)
Downloads:

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Kriegs-Chronik - Register zu Band I bis VII - Anhänge, 1956
Verfasser / Urheber:
Möllmann
Datum:
1956
Anmerkungen:
Der Luftschutzbau in Osnabrück während des zweiten Weltkrieges (1939 / 1945)
Downloads:

Sie haben Zugriff auf 0 von insgesamt 1 Dateien.

Bunker ausverkauft, 28. Januar 1961
Verfasser / Urheber:
Osnabrücker Tageblatt
Datum:
28. Januar 1961
Downloads:

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Der Tag, an dem Osnabrück unterging - 13. September 1944, 2004
Verfasser / Urheber:
Matthias Rickling
ISBN:
3-8313-1478-0
Datum:
2004
Kriegs-Chronik - Band VI - Juli 1944 bis Oktober 1944
Verfasser / Urheber:
Stadt Osnabrück
Anmerkungen:
Niedersächsisches Landesarchiv; NLA OS, Dep 3 b XV, Nr. 6
Zusammenstellung über gebaute L.S. Bunker & Stollen
Verfasser / Urheber:
unbekannt
Anmerkungen:
Tabellarische Auflistung der Hoch-Tief- und Stollenbunker in Osnabrück; undatiert, Schreibmaschine, 2 Seiten, Verfasser unbekannt

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