Luftschutzstollen Hammersenstraße ("Hammersenstollen")

Hammersenstraße, 49082 Osnabrück

Der sogenannte Hammersenstollen an der gleichnamigen Hammersenstraße befindet sich unterhalb des heutigen Vogelschutzgebiets zwischen Iburger Straße, Hammersenstraße und Bröckerweg. Die Anlage soll damals über zwei Zugänge verfügt haben, welche sich zum Einen an der Hammersenstraße (erhalten) und am Bröckerweg gegenüber des alten Löschteichs (Standort unbekannt) befunden haben sollen. Letzteren konnten wir allerdings trotz einiger Anwohner-Hinweise bisher noch nicht nachweisen.

Mit dem Bau des Bunkersystems wurde im Auftrag der Stadt Osnabrück im Jahr 1943 (Herbst?) begonnen. Ausgehend von offiziellen Planzahlen sollte das Stollensystem insgesamt 800 Schutzplätze erhalten. Die Gesamtlänge der Anlage sollte nach Fertigstellung 270 Stollenmeter umfassen, wobei hier offenbar auch nicht als Schutzraum genutzte Teilbereiche (ca. 70m) mit eingerechnet wurden. Entsprechende Zugänge zum Bunkersystem sollen am Bröckerweg als Schacht sowie als Rampe an der Hammersenstraße realisiert worden sein. Über die Tiefe der Anlage variieren die Angaben zwischen 6 und 15 Metern Fels-Überdeckung. Eine genauere Angabe ist wohl allein aus dem Grund schwer, da das über dem Stollen befindliche Steinbruchgelände keine einheitliche Sohle aufweist.

Obwohl die LS-Anlage bis Kriegsende offenbar nicht komplett fertiggestellt wurde, wurden die vollendeten Teilbereiche des Bunkerstollens bereits seit 1944 von den Anwohnern genutzt. Insbesondere Anlieger der Iburger Straße und der Armenholzsiedlung sollen sich hier bei Fliegeralarm regelmäßig eingefunden haben. Genauere Auslastungszahlen liegen uns allerdings nicht vor.

Der Luftschutzstollen gilt noch heute als erhalten, allerdings sollen Teile der Anlage nach dem Krieg verfüllt worden sein. Auch wurde das heutige Eingangsportal an der Hammersenstraße offenbar in den 1960ern neu geschaffen, nachdem der Zugang in der unmittelbaren Nachkriegszeit zunächst zugesprengt worden war. Weitere Informationen folgen.

Zuletzt bearbeitet am von Hauke Haubrock

Daten

Zusammenfassung

  • Aufnahmekapazität (offiz. Planzahl)
    800 Personen
  • Bauherr
    Stadt Osnabrück
  • Heutige Nutzung
    ungenutzt
  • Baubeginn
    1943
  • Gesamtlänge (offiz. Planzahl)
    270 Meter
  • Gesamtlänge (offiz. erreicht)
    180 Meter
  • Aufnahmekapazität (errechnet)
    700 Personen
  • Inbetriebnahme
    1943
  • Anmerkungen zum Zustand
    teilweise erhalten
  • Anlage galt als relativ bombensicher
    ja
  • Anlage ist noch erhalten
    ja

Lokalisierung

Standort des Objekts

Anmerkungen zum Standort:

Die hier bereitgestellten Standortangaben dienen lediglich der Dokumentation.
Viele Objekte befinden sich auf Firmen- oder Privatgrundstücken und sollten ohne Rücksprache mit den entsprechenden Eigentümern weder betreten noch fotografiert werden.

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