Luftschutzstollen Ickerweg / Teuto-Metallwerke GmbH

Ickerweg, 49088 Osnabrück

Über den Luftschutzstollen unter dem ehemaligen Werksgelände der Teuto Metallwerke GmbH ist bisher nur wenig handfestes bekannt. Zwar existiert ein Grundrissplan aus dem Jahr 1944, der Aufschluss über die Bauweise und die Kapazität der Anlage gibt, doch fehlen in diesen Unterlagen genauere Informationen zum exakten Standort des Stollens, über die Tiefe der Anlage sowie über die Bau-Fortschritte bis ins Jahr 1945. Ausgehend von den Informationen, welche aus dem Bauplan zu entnehmen sind, muss es sich bei diesem Stollensystem um eine Bunkeranlage für ca. 1.000 Personen handeln bzw. gehandelt haben, welche über zwei Zugangsschächte verfügen sollte. Die Stollen selbst sollten für Osnabrücker Verhältnisse mit nur 1,8m lichter Breite auf Bodenhöhe erstaunlich schmal angelegt werden. Üblich waren in Osnabrück ca. 2,20 bis 2,40 Meter. Auch die Aussteifung der Stollen mittels Holzbohlen als Türstock-Konstruktion war in Osnabrücker Stollenbunkern unüblich. Die meisten Stollen waren mit Ziegelsteingewölben oder Beton ausgekleidet worden. Die Vermutung liegt daher nahe, dass man der Anlage zum Einen keine lange Nutzungsdauer zuschrieb (das Unternehmen sollte allem Anschein nach in ein bombensicheres Stollensystem ausserhalb Osnabrücks verlegt werden) und man auf größeren Komfort bewusst verzichtete, da die Belegschaft des Werks weitestgehend aus Zwangsarbeitern bestand, auf deren Bedürfnisse keine Rücksicht genommen wurde. Wird bei Gelegenheit fortgesetzt.

Zuletzt bearbeitet am von Hauke Haubrock

Daten

Zusammenfassung

  • Gesamtlänge (offiz. erreicht)
    250 Meter
  • Baubeginn
    1944
  • Bauherr
    Teuto-Metallwerke GmbH
  • Inbetriebnahme
    1944
  • Aufnahmekapazität (offiz. Angaben)
    1.080 Personen

Lokalisierung

Standort des Objekts

Anmerkungen zum Standort:

Die hier bereitgestellten Standortangaben dienen lediglich der Dokumentation.
Viele Objekte befinden sich auf Firmen- oder Privatgrundstücken und sollten ohne Rücksprache mit den entsprechenden Eigentümern weder betreten noch fotografiert werden.

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