13. Luftangriff auf Osnabrück

Bombenschäden Hotel Dütting 20. Juni 1942

Das ausgebrannte Hotel Dütting am Nikolaiort nach dem Luftangriff vom 20. Juni 1942. Rückseitiger Text: "1) Luftangriff auf Osnabrück am 20.6.42 / 2) Abwurf von Phosphorbrandbomben. / 3) Getroffen wurde das Hotel Dütting. / 4) Das Hotel wurde völlig zerstört. / 5) Aufnahme zeigt das durch Phosphorbrandbomben völlig zerstörte Hotel Dütting."

Fotograf Kiefer, Archiv Haubrock, 1942

In der Nacht zum 20. Juni 1942 erfolgte gegen 01:40 Uhr der erste größere Luftangriff auf Osnabrück. Gegen 01:10 Uhr ertönte der Fliegeralarm. Es war für Osnabrück bereits der 278. seit Kriegsausbruch. Doch gegenüber den vorhergegangenen Störangriffen einzelner Maschinen war nun ein britischer Verband mit 28 Bombern des neuen Typs "Lancaster" im Anflug.

In drei Wellen warfen die Maschinen gegen 01:40 Uhr ihre tödliche Last über der Stadt ab. Zu den 52 Sprengbomben und 8.790 Brandbomben (davon 8.230 Stabbrandbomben) warfen die Alliierten erstmals auch zwei Luftminen über Osnabrück ab. Der Angriff zeigte Wirkung. Vom Rosenplatz bis zur Hasestraße zog sich eine Spur der Verwüstung. Insgesamt 89 (90?) Wohnhäuser, sieben Betriebe (u.A. Frye, Hammersen und Weymann) und das Polizeirevier II am Rosenplatz wurden bei diesem Luftangriff zerstört. Am Nikolaiort hatte es unter anderem die Firmen Lengermann & Trieschmann, Carl Schäffer und das Hotel Dütting erwischt. Weitere 889(894?) Wohnhäuser, der Dom, zwei Schulen und 16 Betriebe wurden teilweise zerstört oder beschädigt.

Der materielle Verlust soll sich auf 30.000.000 Reichsmark belaufen haben. Insgesamt zehn (11?) Menschen starben an den Folgen des Angriffs, 37 (53?) wurden verletzt. Das Oberkommando der Wehrmacht vermeldete hierzu am 20. Juni in einer Radiodurchsage:

(...) Britische Bomber griffen in der letzten Nacht einige Orte in Nordwestdeutschland vorwiegend mit Brandbomben an. In Osnabrück wurden zahlreiche Gebäude getroffen. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. Neun britische Bomber wurden abgeschossen. (...)

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Hinweis zur Chronik

Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Informationen zu den Ereignissen in Osnabrück während des 2. Weltkriegs nur ein "Beiwerk" sind und nicht in dem Maße gepflegt werden, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Selbstverständlich versuchen wir hier eine gewisse Hintergrundbasis zu schaffen, aber wir können in diesem Umfang kein vollumfängliches Werk anbieten. Dafür fehlt es uns schlicht an Zeit und "Manpower".
Wer sich intensiver mit der Geschichte Osnabrücks beschäftigen möchte, dem empfehlen wir entsprechende Fachliteratur oder ein Besuch im Kulturhistorischen Museum. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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