24. Luftangriff auf Osnabrück

Am Vormittag des 23. März 1944 griffen amerikanische Flugzeuge die Stadt Osnabrück durch eine geschlossene Wolkendecke an. Ziel waren offenbar Bahnanlagen und Industrieanlagen in der Wüste. Die amerikanischen B17-Maschinen warfen drei Luftminen, 150 Sprengbomben sowie 236 Brandbomben über dem Zielgebiet ab. Hierdurch wurden in der westlichen Innenstadt und der Wüste 22(24?) Wohnhäuser vollständig zerstört und 155 weitere (160?) beschädigt. Zwischen Hasbergen und Natrup-Hagen fiel ein Bombenteppich auf die Bahntrasse nach Lengerich und zerstörte hierbei auch ein angrenzendes Bauernhaus (Grave). Vier Osnabrücker Betriebe meldeten ebenfalls erhebliche Schäden. Darunter die Firmen Künsemüller & Co. (Weidenstr. 2), G. Krömschröder A.G. (Jahnplatz 6) und Wilhelm Karmann GmbH (Weidenstr. 15).

Im angrenzenden Zivilarbeiterlager ("Gemeinschaftslager"?) zwischen Weiden- und Jahnstraße starben mehrere Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, weil ihnen der Zutritt zu den Luftschutzräumen untersagt wurde. Auch im Entbindungsheim für Ostarbeiterinnen (Gastwirtschaft "Fernblick" in Osnabrück-Nahne) soll es auf diese Weise zu Toten gekommen sein. Am Hoffmeyerplatz wurde der nordwestliche Deckungsgraben getroffen, wobei es zu mehreren Verletzen und Toten kam. Die Anlage war erst im Vorjahr aus simplen Fertigbetonelementen fertiggestellt worden.

Insgesamt wurden bei diesem Angriff in Osnabrück 62 Personen verletzt und 27 getötet.

Lokalisierung

Standort des Ereignisses

Hinweis zur Chronik

Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Informationen zu den Ereignissen in Osnabrück während des 2. Weltkriegs nur ein "Beiwerk" sind und nicht in dem Maße gepflegt werden, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Selbstverständlich versuchen wir hier eine gewisse Hintergrundbasis zu schaffen, aber wir können in diesem Umfang kein vollumfängliches Werk anbieten. Dafür fehlt es uns schlicht an Zeit und "Manpower".
Wer sich intensiver mit der Geschichte Osnabrücks beschäftigen möchte, dem empfehlen wir entsprechende Fachliteratur oder ein Besuch im Kulturhistorischen Museum. Vielen Dank für Ihr Verständnis.