Beginn des 2. Weltkriegs: Luftschutzmaßnahmen treten in Kraft

Am Vormittag des 1. September 1939 verkündete Adolf Hitler in einer Radiodurchsage den Beginn des Polenfeldzugs. Nach einem fingierten Überfall angeblicher polnischer Freischärler am Vortag stießen deutsche Truppen auf polnisches Gebiet vor und entfesselten damit den 2. Weltkrieg. Zeitgleich mit dem Beginn der Kampfhandlungen wurde für alle Städte und Gemeinden im Deutschen Reich der "Luftschutz" ausgerufen. Das bereits 1935 verabschiedete erste Luftschutzgesetz wurde nun durch entsprechende Durchführungsverordnungen allgegenwärtig. Von der Organisation der Luftschutzleitung über den Sicherheits- und Hilfsdienst und die Flugmeldedienste, bis hin zum Werkluftschutz und dem Selbstschutz der Hausgemeinschaften regelte diese erste Bestimmung alle zunächst zu ergreifenden Maßnahmen. Obwohl zu Kriegsbeginn in Osnabrück wohl kaum jemand ernsthaft mit einem schweren Angriff auf das Stadtgebiet rechnete, so zog der Krieg schnell in die Haushalte und das öffentliche Leben ein. Verdunkelung, Entrümpelung der Dachböden und die Verstärkung der Kellerräume wurde nun weiter forciert. Obwohl man in Osnabrück gegenüber anderen Großstädten bereits im Jahr 1935 die ersten (meist privaten) Luftschutzkeller errichten ließ, so war das Schutzraumangebot bei Kriegsbeginn noch äußerst bescheiden. Die wenigen Splittergräben, wie sie nun an öffentlichen Plätzen ausgehoben wurden, konnten über diesen Sachverhalt nicht hinwegtäuschen und es sollte noch zwei lange Jahre dauern, bis die ersten bombensicheren Luftschutzbunker in Osnabrück in Betrieb genommen werden konnten.

Hinweis zur Chronik

Bitte beachten Sie, dass die hier aufgeführten Informationen zu den Ereignissen in Osnabrück während des 2. Weltkriegs nur ein "Beiwerk" sind und nicht in dem Maße gepflegt werden, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Selbstverständlich versuchen wir hier eine gewisse Hintergrundbasis zu schaffen, aber wir können in diesem Umfang kein vollumfängliches Werk anbieten. Dafür fehlt es uns schlicht an Zeit und "Manpower".
Wer sich intensiver mit der Geschichte Osnabrücks beschäftigen möchte, dem empfehlen wir entsprechende Fachliteratur oder ein Besuch im Kulturhistorischen Museum. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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